Über Hokushin Ittō-Ryū

Das Chiba-Dōjō

Das Chiba-Dōjō wurde von Chiba Shūsaku's Bruder, Chiba Sadakichi Taira no Masamichi eröffnet und er wurde der erste Sōke des Chiba-Dōjō. Das Chiba-Dōjō war das erste Dōjō mit einer ,,Politik der offenen Tür". Das bedeutet, dass es das erste mal auch Menschen außerhalb des Samurai-Standes gestattet war, die Schwertkunst in einem Dōjō zu trainiern, darunter auch Frauen und Kinder.

Die Chiba-Dōjō-Linie ist die einzige noch existierende und aktive Sōke-Linie der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō.

Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō

Die Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō ist eine Sōgo-Bujutsu Ryūha (vollständige Schule der Kriegskunst), die in den frühen 1820er Jahren vom legendären Kensei (Schwertheiliger)

Chiba Shūsaku Taira no Narimasa gegründet wurde und seitdem ununterbrochen überliefert wird. 

 

Sie zählt zu den Koryū (traditionell japanische Kampfkunstschule) und war bald nach ihrer Gründung eine der drei stärksten und größten Ryūha der späten Edo-Zeit (Edo San-Dai-Ryū). Die Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō  bereitet über Generationen hinweg ihre Mitglieder auf das Überleben und den Erfolg, sowohl in Duellen als auch auf dem Schlachtfeld, vor und ist eine der wenigen Koryū, die komplett und authentisch erhalten ist, sowie immernoch aktiv Taryū-Jiai (Duelle mit Kämpfern anderer Schulen) ausübt.

Die Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō heute 

Heute wird die Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō und das Chiba-Dōjō vom Sōke der siebten Generation, Ōtsuka Ryūnosuke Taira no Masatomo, geleitet. Ōtsuka Ryūnosuke Taira no Masatomo wurde in München geboren und wanderte mit 18 Jahren nach Japan aus um die Hokushin Ittō-Ryū unter dem sechsten Sōke Ōtsuka Yōichirō Taira no Masanori zu lernen. Nach Abschluss seiner Ausbildung wurde Ōtsuka Ryūnosuke Masatomo von Ōtsuka Yōichirō Masanori legal in dessen Familie adoptiert. Im Jahr 2016 erbte er von seinem Ziehvater den Titel des 7. Sōke der Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō. Damit wurde Ōtsuka Ryūnosuke Masatomo der erste nicht-japanische Sōke einer Koryū in der japanischen Geschichte. Im selben Jahr verlegte er das Chiba-Dojo von Tokyo nach München und im Jahr 2025 schließlich nach Lengenwang in Bayern.